Metzeler Moto – Fahrt nach Irland (zweiter Teil)

Der Teil der Reise, den Jürgen und Federica Irland gewidmet haben, hat sie am meisten beeindruckt: Cashel – Ring of Kerry (West-Küste) – Galway – Sligo – Donegal – Belfast – Dublin. Die Fahrt bedeutet Natur pur ohne Kompromisse: die meist recht kleinen Städte (natürlich mit Ausnahme von Dublin) sind nicht sehr lebendig und die Geschäfte schließen recht früh (vor allem für Federica, die es aus Mailand gewöhnt ist, auch am Wochenende bis 20:00h shoppen zu können). Das Wetter, immer wolkig, die Feuchtigkeit und die dunkle, mystische Stimmung lassen einen oft melancholisch werden. Die Straße ist selten dazu geeignet, schnell mit dem Motorrad zu fahren, auch wegen der ständigen Nässe. Wie gesagt, ein ruhiger und tiefer Naturgenuss, gerade auf dem Ring of Kerry, eine für die atemberaubende Landschaft bekannte Küstenstraße, die sie durch den Killarney National Park führt; und zum INCH Beach: ein großer Strand, voller Surfer, wo man sich plötzlich wie in Kalifornien fühlt (aber nicht wegen der
Temperatur).
Beeindruckt waren die beiden außerdem von den Cliffs of Moher, die bekanntesten Klippen Irlands, die sie unter strömendem Regen besichtigt haben (Federicas Meinung nach hat aber möglicherweise gerade diese düstere Stimmung zur Faszination der Klippen beigetragen), vom Connemara National Park (mit seinen wunderschönen Hochplateaus und Hügeln, durchzogen von Seen und Flüssen), und den Cliffs of Bunglass (weniger bekannt und nicht so hoch wie die Cliffs of Moher, aber nicht weniger beeindruckend).
Tja, in den 11 Tagen auf der Insel haben sie sehr viel gesehen und erlebt. Eine tolle, aufregende Erfahrung, wahrscheinlich gefährlicher als jede Straße, die sie mit dem Motorrad entlanggefahren
sind, muss die Überquerung der 24 m hohen Carrick-a-Rede Rope Bridge gewesen sein…zu Fuß. Es handelt sich um eine schmale Hängebrücke, die die Hauptinsel mit der kleinen Insel namens Carrick Island verbindet.
Jetzt habe ich viel über die Naturerfahrungen der beiden erzählt, die sie natürlich oft oder meistens vom Motorrad aus erlebt haben – für uns Biker doch die ideale Kombination: der frische Fahrtwind im Gesicht und eine tolle Landschaft zum bestaunen – aber ich will euch natürlich nicht die Infos vorenthalten, die mir Federica und Jürgen in Bezug auf die Straßen und die „Motorradeignung“ der Insel gegeben haben.
Also, im Allgemeinen ist die Insel eher was für ruhige Motorradfahrer, denn wie ja oben schon erwähnt, eignen sich die meisten Straßen nicht zum schnellen Fahren: die Straßen sind oft sehr uneben, werden gerade erneuert oder sind eben glatt durch die Nässe. In Nordirland, wo es mehr Kurven gibt, schwärmt Jürgen aber besonders von einer Straße, die er als „die schönste Straße für einen Motorradfahrer“ bezeichnet: sie ist gut asphaltiert, führt an der Küste entlang durch kleine Dörfchen und ist voll mit Kurven … und nicht umsonst findet hier ein internationales Motorradrennen statt: das North West 200.
















Super Foto! Da spuert man auch richtig diese mystische, leicht melancholische Stimmung von Irland!
War auch schon mit dem Motorrad in Irland und kann nur bestaetigen, was deine Freunde zum Fahren mit dem Bike dort sagen und zu den Strassen. Schoenes ruhiges Fahren,bis auf manche Strecken in Nord-Irland. Da geht’s dann wirklich ab!
Klingt alles gut,ich mag’s, gemuetlich mit dem Motorrad zu fahren
Ja klingt, als waer’s eine Reise waert!