Super Tenere: Fünf Bikes für Marrakesch

 

Noch nicht auf dem Markt, aber schon für einen guten Zweck unterwegs: Yamaha hat sich für die Vorstellung der neuen Super Tenere 1200 einiges einfallen lassen. Nach einer Journalistenfahrt in mehreren Etappe von Paris über Toulouse, Barcelona nach Lissabon sind zur Zeit fünf der neuen japanischen Großenduros in das marokkanische Marrakesch unterwegs.

 

Neue Yamaha Super Tenere: auf dem Weg nach Marrakesch

Neue Yamaha Super Tenere: auf dem Weg nach Marrakesch

 

Gefahren werden die Maschinen von sieben Fahrern aus sieben europäischen Ländern, die sich für dieses Abenteuer online bewerben und durchsetzen konnten: von Lissabon nach Süden, über die Straße von Gibraltar, rauf auf den afrikanischen Kontinent und runter nach Marrakesch.

 

Die sieben Glücklichen überführen die fünf Maschinen, um sie dort an Riders for Health zu übergeben; die Organisation will sie als “Flagship-Fahrzeuge” in den Einsatzländern der Organisation Gambia, Nigeria, Kenia, Tansania, Zimbabwe und Lesotho verwenden.

 

Seit Anfang der Neunziger Jahre bringt Riders for Health afrikanischen Hebammen, Gesundheitsberatern, Ärzten und Krankenschwestern das Motorradfahren bei, sorgt für den Unterhalt von Fahrzeugflotten und überbrückt damit die tödliche Lücke zwischen Not vor Ort und wirkungsvoller Hilfe – – alles mit dem Ziel, Wissen und Impfstoffe auch in noch so entlegene Weiler zu bringen.

 

„Alles fing damit an, dass mein Mann Barry und ich 1988 für Save The Children nach Somalia fuhren“, erinnert sich Riders-Chefin Andrea Coleman. Mit von der Partie war auch Randy Mamola, in den Achtzigern einer der festen Größen der 500-Kubik-Motorrad-Weltmeisterschaften.

 

Andrea sagt: „Randy, Barry und ich waren geschockt. In den Städten gab es Krankenschwestern und die notwendigen Medikamente. Aber weit draußen, in den Dörfern, da gab es nichts. Weil keine Straße hinführte oder die teuren 4×4-Jeeps wegen mangelnder Pflege oder einem fehlenden Ersatzteil nicht mehr fuhren. Die Health Worker gingen teilweise zu Fuß.“ Die Lösung lag auf der Hand: kleine, wartungsarme Motorräder.

 

Inzwischen hält die Riders-Crews über 1300 Fahrzeuge am Laufen und erschließen damit einen riesigen Aktionsradius: Ein typischer Health Worker fährt etwa 1000 Kilometer pro Monat und versorgt so bis zu 20.000 Menschen. „Damit erreichen wir in der Praxis 11 Millionen Menschen, die sonst hilflos auf sich selbst gestellt wären“, rechnet die Riders-Chefin vor. „Das klappt deshalb, weil wir uns auf unsere Kernkompetenz beschränken, nämlich die effektive Transport-Logistik mit Motorrädern.”

 

Den Wert der Riders-Arbeit haben inzwischen auch die Regierungen vor Ort erkannt. In Gambia etwa lässt das Gesundheitsministerium den gesamten Fahrzeugpark durch Riders warten. Auch dort sprechen die Fakten eine deutliche Sprache: Die Zahl der vollständig geimpften Kleinkinder ist in den westafrikanischen Land von rund 60 auf über 75 Prozent gestiegen.

 

In Zimbabwe sind in einem von Riders-Fahrern betreuten Distrikt die Malaria-Fälle um ein Viertel gefallen – in einem unversorgten Nachbardistrikt wurde im gleichen Zeitraum ein Anstieg von 44 Prozent verzeichnet.

 

In England ist die Unterstützung von Riders für Bikers inzwischen Ehrensache. Auch Ewan McGregor trug bei seinem epischen „Long Way Round“-Trip um die Welt einen weit sichtbaren Aufnäher am Arm – den von Riders for Health.

 

„Ewan sagte, unser Patch erinnerte ihn bei allem dem Spaß, den er unterwegs hatte, immer daran, wie sinnvoll ein richtig eingesetztes Motorrad sein kann“, sagt sich Andrea Coleman und lächelt. „Er sei super stolz, für Riders zu fahren.“

 

Wer mehr erfahren will über Riders und den Trip mit den Super Teneres, sollte den Blog unter http://rideforlife.super-tenere.com in den nächsten Tagen verfolgen oder direkt bei http://riders.org nachschauen.

 

PS: Die Yamaha Super Tenere wird auch mit den Metzeler TOURANCE EXP, der neuesten Generation von straßenorientierten Enduro-Reifen ausgeliefert.

 

Auf der Super Tenere kommt der Tourance EXP in den Dimensionen 110/80 R19 M/C TL 59V (C) am Vorderrad und 150/70 R17 M/C TL 69V (C) am Hinterrad zum Einsatz. Die Spezifikation “C” des bewährten “EXP” besitzt an Vorder- und Hinterrad eine verstärkte Reifenstruktur und sorgt damit für ein zusätzliches Plus an Fahrstabilität bei der neuen, großen Yamaha-Enduro.

 

PPS: Hier ein kleiner Video mit Eindrücken von der Überführungsfahrt nach Marrakesch.

 

 

 

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