ADAC testet Airbag-Schutzsysteme – die Ergebnisse
Die Gefahr, sich bei einem Unfall mit dem Motorrad schwer zu verletzen, liegt nach der bundesdeutschen Unfallstatistik beim Bike 16mal höher als beim PKW.
Wir brauchen also mehr Schutz. Der ADAC hat nun Motorradfahrer-Schutzsysteme getestet – mit einem eher ernüchternden Ergebnis: Ob Airbag-Westen oder -Helme, alle haben noch Schwächen im Auslöseverhalten und Einschränkungen beim Tragekomfort.

Der ADAC schreibt: “”Die verglichenen Schutzsysteme stellen einen ersten, in die Zukunft weisenden Schritt zur Verbesserung der passiven Sicherheit für Motorradfahrer dar, selbst wenn keines der Produkte als vollständig ausgereift bezeichnet werden kann.”
Im Detail: Zur Ermittlung der Gesamteigenschaften der untersuchten Systeme wurden umfangreiche Einzelprüfungen durchgeführt – unter anderem ein Crash-Test zur Ermittlung der Abläufe und Belastungen bei einem klassischen Kreuzungs-Unfall.
Dazu wurde eine der häufigsten Unfallsituationen simuliert – bei der das Motorrad mit rund 50 km/h an einer Kreuzung im Bereich der Vorderachse seitlich mit einem stehenden Pkw kollidiert. Der Motorradfahrer wird dabei über die Motorhaube des Pkw geschleudert und kommt etwa sieben Meter vom Kollisionspunkt entfernt zum Liegen.
Bei den Tests hat der ADAC eine passive Stützeinrichtung, die ein Überstrecken der verletzlichen Halswirbelsäule verhindern soll, und vier Airbag-Systeme untersucht. Letztere waren in zwei Motorradjacken, in einer Weste zum Überziehen und im Kragen eines Motorradhelms eingebaut.
Zusätzlich wurden die auftretenden Belastungen (Schlag auf Rücken, Nacken etc.) mit allen Produkten nachgestellt – und ergaben ein klares Bild: Ein System war unbrauchbar – der Airbag stellte sein volles Dämpfungsvolumen erst bereit, als der Dummy auf die Straße aufschlug – der Hersteller hat ein verbessertes Modell angekündigt. Doch vor allem der Brustbereich ist noch nicht im Fokus der Hersteller. Die Systeme kosten zwischen 400 und 900 Euro.
Die Detailergebnisse und einen informativen Video hat der ADAC auf seiner Website veröffentlicht. Ride safe, have a look.
Quelle: ADAC

















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