Elektrobike: Der MINI kommt mit zwei Rädern und elektrofiziert

 

 

Ende September hat die britische Automobilmarke – und inzwischen BMW-Tochter – MINI auf dem Pariser Automobilsalon einen Elektro-Scooter präsentiert – nach dem stellvertretenden Leiter der Designabteilung, Adrian van Hooydonk, eine „elektrische Zukunftsvision, mit der MINI die urbane Mobilität in eine neue Richtung lenkt.“

 

In der Tat war das Fahrzeug-Konzept, das in Paris und auch vor zehn Tagen auf der Intermot in Köln auf dem Stand von BMW Motorrad vorgestellt wurde, mehrfach etwas Neues:

 

 

Neben Peugeot dringt ein weiterer Big Player in der Automobil-Liga in das Roller-Segment vor. Gleichzeitig dringt MINI in die bisherige Domäne der konzern-eigenen bayrischen Motorradbauer ein. Konkurrenz aus dem eigenen Haus – oder Vorboten einer gemeinsamen Weiter- und Neuorientierung? Ein Automobil-Hersteller – der sich zeitgleich zur Smart-E-Roller-Studie – auf einen neues Geschäftsfeld wagt – Diversifizierung nach unten?

 

 

Schauen wir uns die Details des Mini Scooter E Concept genauer an: Es entspricht ganz den Bedürfnissen einer jungen, urbanen Generation nach spontaner, flexibler, CO2-freier Mobilität. Das Konzeptfahrzeug nutzt ein Smartphone als Zündschlüssel und integriert Infotainment-, Kommunikations- sowie Navigationssysteme. Angetrieben wird das MINI Scooter E Concept von einem Elektromotor, der mit einem mitgeführten Ladekabel an jeder herkömmlichen Netzsteckdose aufgeladen werden kann.

 

Vor allem der Einsatz des iPhone hat dabei Charme: Ein Snap-In-Adapter für ein Smartphone gibt dem Fahrer die Möglichkeit, es über eine drahtlose Bluetooth-Schnittstelle auf dem MINI „Cockpit“ als Navigationsgerät, Musikplayer oder Telefon zu verwenden. Sobald der Fahrer sein Smartphone anschließt und einschaltet, ist der Roller startklar.

 

Eine Navigations-Anwendung zeigt andere MINI Scooter E Concept-Fahrer in der Nähe an und fördert so – ähnlich wie in sozialen Netzwerken im Internet– die Interaktion in der MINI Scooter E Community.

 

 

Vom Design her reiht sich das Konzept-Fahrzeug – das in drei Ausführungen vorgestellt wurde – ganz in die MINI-Familie ein. Das erste Scooter E Concept ist ein ; es spiegelt das Farbschema des aktuellen vierrädrigen MINI E Prototyps wider, der derzeit getestet wird. Der zweite Roller ist ein Einsitzer und die sportlichste Variante. Mit seinem geradezu puristischen Design steht dieses Modell für das britische Erbe der Marke. Zu seinen typischen Merkmalen gehört die klassische Kombination aus dunkelbraunem, gepolstertem Ledersitz, einer Lackierung in der Farbe British Racing Green und silberfarbenen Spiegelkappen, die an legendäre Rennwagen erinnern.

 

Das dritte Modell präsentiert sich in besonders progressivem Design und wurde exklusiv bei einer zusätzlichen Präsentation in London gezeigt. Es zeigt sich sich von der Populärkultur der 60er-Jahre inspirieren – einem Jahrzehnt, das dem classic Mini geradezu synonym ist – und orientiert sich dabei insbesondere an der markanten Optik der Mod-Ära.

 

 

Wie sich die Scooter-Produktion in das MINI-Portfolio einreiht, ob der kommende Scooter über MINI oder BMW Motorrad vertrieben, vermarktet und gewartet wird, diese Details liegen offensichtlich noch nicht fest. Ebenso wurde bisher nicht bekannt gegeben, wann die neuen Modelle kommen sollen. Aber chic sind die Konzept-Studien allemal. Hier noch das MINI-Video zum E Concept. Have fun!

 

 

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