Sportec M5: Sportlich, sportlich, aber auch gut für das Toskana-Gondeln

 

Es war zugegebenermaßen ein Experiment in diesem Kurzurlaub. Ich hätte den neuen Roadtec Z8 Interact aufziehen können oder unseren bewährten Straßenmeister, den Lasertec.

 

Aber die Frage stand im Raum: Wie schlägt sich der M5 Interact, der ideale Supersportreifen, wenn eine Multistrada mit Fahrer und Sozia – und zudem noch vollgeraffelt mit Tankrucksack, Seitentasche und Topcase – durch die Toskana zieht? Also als Tourenbereifung?

 

 

 

Eine Antwort vorab: Die kleinen Elefanten, die Flanken-Indikatoren für schwungvolle Schräglagen, sind noch dran. Das lag aber nicht am Motorrad oder am Reifen. Sondern an mir. Oder besser gesagt am leichten Händedruck in meiner Nierengegend, wenn es der Sozia zu bunt wurde …

 

Dabei hätten die Straßen zwischen Florenz, Grosetto und Perugia einiges in Sachen flotter Fahrt hergegeben: einsames Landstraßengeläuf, griffiger Asphalt, schöne Serpentinen und lange Gerade entlang der typischen toskanischen Zypressen.

 

Wenn man die Tour sorgfältig plant, den richtigen Zeitpunkt auswählt – der frühe Herbst, wenn die Masse der motorisierten Touristen schon wieder in heimatliche Gefilde verschwunden ist, war ideal – und sich von den wenigen städtischen Zentren fern hält, stellt das Kernland der Toskana ihren guten Ruf unter Beweis: als 1A-Motorradrevier.

 

Lange Historie, alte Kirche in verwunschenen Dörfern, lauschige Winkel, entspannte Expresso-Bars und opulentes kulinarisches Vergnügen (wir befinden uns hier ja im Herzen der Chianti- und Vino Nobile-Tradition) – eine Woche kann man in der südlichen Toskana gut verbringen und Moped fahren. (Sozia sagt, sie könnte es auch gut zwei Wochen aushalten. Recht hat sie.)

 

Doch zurück zum hier Wesentlichen: der Bereifung. Das Fazit nach einer Woche und nach über 1200 Kilometern vor Ort ist klar: Der M5 ist ein Multitalent. Der Reifen hat trotz massiver Beladung der Fuhre alle Fahrsituationen perfekt weg gesteckt.

 

Bodenwellen – kein Problem. Fahrbahnausrisse und Falten – wir sind ja in Italien – klaglos gemeistert. Schräglagen – da kündigt sich mit leichtem Rubbeln die Gefahrenzone sanft an. Und wenn das Hinterrad wegen der Treckerspuren doch mal leicht wegrutscht – Zack, ist es wieder da. Spitzengrip trotz erschwerter Verhältnisse …

 

Auch Ausflüge in die staubige Wallachei hat der – ich muss ihn jetzt so nennen – Allrounder ohne sicht- und fühlbare Spuren locker mitgemacht. Ist schon irre: Mit dem Reifen habe ich mich auf Dreckspisten genauso wohl gefühlt wie noch im Mai auf der Rennstrecke in Baden-Baden.

 

Jetzt bleibt er drauf. Ab sofort läuft die Multi mit M5. Muss ja auch so sein; wir verbaseln ja keinen Reifen, der nach einer Laufleistung von 2500 Kilometern fast keine Abnutzungsspuren hat und von der Profiltiefe her wie neu aussieht. Langlebigkeit garantiert.

 

Also: Der M5 hat sich gut bewährt, auch unter Tourenbedingungen. Das muss erst mal ein Pneu können: Mich absolut sicher über die Rennstrecke bringen und dann zuverlässig und elegant durch die Toskana schaukeln. Allrounder halt.

 

 

PS: Einen Teil der Strecke haben wir mitgeloggt und auf Metzelermaps gestellt, dem Tool, um solche Touren zu planen und zu dokumentieren.

 

Dort findet ihr auch weitere Fotos aus der Toskana. Man kommt da übrigens ziemlich zügig und ausgeschlagen hin, wenn man den Autoreisezug nach Verona nimmt. Enjoy!

 

 

 

 

Text & Bilder: moto1203

 

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