Horex-Fertigung wird in Augsburg aufgebaut

 

Das lange Rätseln, wo die neuen Horex-Motorräder gefertigt werden, hat ein Ende: Die Firmenzentrale, die Fahrzeugentwicklung und die Manufaktur werden in Augsburg angesiedelt.

 

Bisher wird an den neuen Horex VR6 noch in Garching bei München konzipiert; die Firmenleitung unter CEO Clemens Neese hatte bereits aber angekündigt, dass Garching nicht der endgültige Standort sein werde. Jetzt ist die Wahl nach Gesprächen mit mehreren potentiellen Standorten auf Augsburg gefallen.

 

 

 

Neese: “Augsburg bietet uns nicht nur die passende Infrastruktur, sondern auch all die Unterstützung, die ein ehrgeiziges Projekt wie Horex braucht.”

 

Die Maschine soll von einem neu entwickelten und schmalen 1,3-Liter-VR-Sechszylinder mit Kompressor angetrieben werden und bis zu 147 kW/200 PS leisten. Das Drehmoment des Dreiventilers wird laut Hersteller bei über 150 Newtonmeter liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h. Der sportliche Roadster wiegt 240 Kilogramm und verfügt über eine Einarmschwinge mit Zentralfederbein und Riemenantrieb; ABS ist serienmäßig.

 

 

Bis zum Sommer 2011 sollen die neuen Gebäude im Norden Augsburgs bezogen werden: In der Werner-Heisenberg-Straße stehen dann Büros für Verwaltung und Fahrzeugentwicklung zur Verfügung, zusätzlich gibt es dort ausreichend Platz für Testeinrichtungen und eine Fertigungsstraße der geplanten Horex-Manufaktur. An rund zehn Arbeitsplätzen soll dort die Konfektionierung und Endmontage der exklusiven Motorräder mit VR6-Motor erfolgen. Die Komponenten kommen von renommierten Zulieferfirmen – vor allem aus Deutschland und Italien.

 

“Die Kernaufgaben Fahrzeugentwicklung, Motorradherstellung und Qualitätskontrolle wird die Horex GmbH in Augsburg zusammenfassen”, erläutert Clemens Neese. Er führt weiter aus: “Der Standort in Deutschland, das Know-how unserer Mannschaft sowie kompromisslose Qualität sind für unser Projekt und die erfolgreiche Markteinführung der Horex VR6 essenziell.”

 

Stichwort Qualität: Auch Metzeler ist beteiligt. Die in Köln auf der Intermot vorgestellte Horex, mit der die großen Zeiten der vor fünfzig Jahren abgewickelten Traditionsmarke wieder aufleben sollen, hatte am Vorderrad als auch auf der Felge an der Hinterrad-Einarmschwinge den besten Reifen aufgezogen, den es zur Zeit für sportliche Tourer und Roadster gibt: den Metzeler Sportec M5 Interact mit dem prägnanten Pi-Profil.

 

Horex plant nach der erfolgreichen Vorstellung des V6-Prototypen bei einem Pressetermin in München (Wir hatten darüber berichtet) und der begeisternden Aufnahme der Vorserienmaschine auf der Intermot, die ersten Maschinen zu Ende 2011 auszuliefern. Schon bis zum Sommer 2011soll ein flächendeckendes und funktionsfähiges Vertriebsnetz für Deutschland, Österreich und die Schweiz aufgebaut werden. Weitere Länder in Europa sollen ab 2012 folgen.

 

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