Frühjahrstour: Sonderausstellung Dresden “AWO – das Kultmotorrad der DDR”
Sie ist bis heute Kult – die AWO aus dem thüringischen Suhl, die 1950 auf den Markt kam und trotz ihres Erfolgskonzeptes bereits nach 10 Jahren von der DDR-Obrigkeit wieder begraben wurde. In Dresden findet im Verkehrsmuseum bis nun zum 1. Mai eine Ausstellung über die AWO statt.
Die AWO: Bis 1961 verließen über 200.000 Motorräder das Werk in Suhl. Neben der Touren-AWO 425 und der Sport-AWO 425/S gehörten auch Gespanne, Renn-, Gelände-, Steher- sowie Sondereinsatzmaschinen zum Typenprogramm.

Die Ausstellung zeigt in einer eindrucksvollen Gestaltung die Geschichte des Suhler Unternehmens und stellt die verschiedensten AWO-Entwicklungen vor, bereitgestellt von privaten Leihgebern, dem Fahrzeugmuseum Suhl und dem Sport- und Spielverein Heidenau. Sie beschäftigt sich aber nicht nur mit den technischen Entwicklungen, sondern bezieht auch die Nutzer der Motorräder ein.

Sie verdeutlicht die Bedeutung des Motorrades in den 1950er Jahren als Individualverkehrsmittel und lässt viele AWO-Fahrer persönlich mit ihren AWO-Geschichten zu Wort kommen. Die zahlreich eingesandten Storys machen die Schau lebendig und erinnern an des Bikers Freud und Leid in den 1950ern und 1960ern.
Die älteste Maschine ist eine AWTOWELO 425, eine Touren-AWO von 1950. Die Maschine ist unrestauriert und befindet sich noch im Originalzustand. Im Gegensatz zu den ab 1952 nur noch in Schwarz gebauten Touren-AWOs besitzt die AWTOWELO einen roten Tank und eine rot-schwarze Lackierung auf den Kotflügeln. Am Tank prangt noch das originale AWO-Logo mit grünem Hintergrund als Abziehbild2.
Die schnellste Maschine ist eine Simson RS 250/5 mit Verkleidung. Die Werksrennmaschine aus dem Jahre 1957 ist mit einem 6- bzw. 4-Ganggetriebe ausgestattet und erreicht max. 200 km/h. Bis 1964 wurde die Maschine von verschiedenen Rennfahrern erfolgreich genutzt.
Verschiedene Filme zur Geschichte der Firma Simson, zu den jährlichen großen AWO-Treffen in Suhl und über die Touren-, Sport und Renn-AWO bringen Leben in die Schau. Und an der Hörstation kann man sich verschiedene Klänge des unverwechselbaren AWO-Sounds um die Ohren sausen lassen.
Ort:
Verkehrsmuseum Dresden gGmbH
Augustusstraße 1
01067 Dresden
Zeit:
12. Februar bis 1. Mai 2011
Mehr Infos:
www.verkehrsmuseum-dresden.de
Quelle: Verkehrsmuseum Dresden
















Hinterlasse einen Kommentar