Echte Ridexperience: Slow Way Down – mit der Schwalbe durch Afrika

 

Die Fahrten von Evan McGregor und Charley Boorman rund um den Globus kennt fast jeder Biker – andere bleiben (fast) unbekannt. Wie z.B. die von Florian Rolke. Er fuhr Slow Way Down. Allein. Mit einer Simson Schwalbe von Hamburg nach Kapstadt. Kauft das Buch.

 

 

Es muss nicht eine perfekt ausgerüstet BMW GS, es muss kein Kamerateam und ein Begleittross dabei sein. Zur Not tun es auch eine in die Jahre gekommene Schwalbe aus alter DDR-Produktion für Slow Way Down. Florian Rolke schreibt: “Meine Schwalbe ist aus dem Jahr 1978 und somit eine Schwalbe der Serie KR 51/1. Als Antriebsquelle dient ein robuster 3,6 PS-Einzylinder-Zweitaktmotor mit Dreiganggetriebe, der die Simson auf eine Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h beschleunigt.”

 

Mit diesem Reisedampfer machte sich Rolke auf eine Fernfahrt von Hamburg nach Kapstadt, 25.000 Kilometer durch 20 Länder in Europa, Vorder-Asien und Afrika. Und nach rund 200 Tagen war es geschafft: Last Exit Kapstadt. Inzwischen ist die Reise-Schwalbe wieder verpackt und zurück verschifft – und Rolke hat ein Buch über seine episch langsame Reise geschrieben: “Gerade die geringe Geschwindigkeit, mit der ich mich fort bewegt habe, hat mir Zeit gelassen, die Menschen auf der Reise wirklich zu treffen.”

 

Rolke hat die Fahrt übrigens zum Vorteil von Menschen an der Strecke genutzt: Er hat Spenden gesammelt, u.a. für ein Kinder-AIDS-Projekt von Plan International in Uganda.

 

Die Simpson hat sich, so Rolke, bewährt: “Im Großen und Ganzen ist die Schwalbe von Haus aus recht reisetüchtig. Konzipiert für zwei Personen, nimmt sie einem die Zuladung von Reisegepäck nicht allzu übel. Als Gepäcksystem haben Fahrradtaschen gedient, die an einer nachträglich angebauten Gepäckreling eingehängt werden. Zusätzliches Gepäck kam auf den Soziusplatz und ein 10 l Ersatzkanister auf den serienmäßigen Gepäckträger am Heck. Das System ist übrigens eine Idee von Claudia Schäfer und Steffen Honzera, die 2005 mit ihren Schwalben von Stuttgart nach Äthiopien reisten.

 

Einige technische Änderungen waren dennoch sinnvoll. Die Felgen aus Aluminium wurden gegen schweissbare Stahlfelgen und der Vergaser gegen einen zuverlässigeren aus dem Hause “Bing” ausgetauscht. Außerdem sind neue Stoßdämpfer und Reifen wichtig.”

 

 

Die gesammelten Fotos der Reise kann man auf Flickr betrachten – und selbst in Reiseträumen schwelgen.

 

Das Buch “Slow Way Down” von Florian Rolke kann man bei Amazon bestellen. Hier ein Zitat dazu: “Ohne futuristische Motorradausrüstung und umfassende Begleitung – allein und in einfacher Kleidung, mit offenem Helm und Herz – hat er – im doppelten Sinn – Afrika „erfahren“.“ Kaufen!

 

Und als Einstimmung hier ein Video von Florian Rolke. Enjoy!

 

 

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