Die fünf ausgewählten Fahrer, die die Yamaha Super Tenere 1200 von Lissabon nach Marrakesch überführt haben, sind am sechsten Tag angekommen – ohne Probleme mit den neuen Maschinen.
Der Endpunkt der Fahrt: die zermonielle Übergabe der Schlüssel an Cherno Jallow, den Sambier, der Riders for Health in Afrika vertritt. Und Jallow hat auch schon einen Plan für die fünf neuen Maschinen: Sie sollten im Projekt in Sambia eingesetzt werden, um gekühlte Blutproben über die langen Strecken in die Hauptstadt zur Untersuchung zu bringen.
Jallow: “Wir werden die Maschinen noch mit einem speziellen Behälter ausstatten, der 40 Blutproben fassen kann. Das heißt konkret: Unsere Patienten müssen nicht wochenlang, sondern nur noch einige Tage auf die Ergebnisse von TB- oder HIV-Untersuchungen warten. Das wird Leben retten.”
Hier ein Eindruck vom letzten Fahrtag nach Marrakesch mit den Super Tenere und der Übergabe der Bikes an Riders for Health.
PS: Die Yamaha Super Tenere wird auch mit den Metzeler TOURANCE EXP, der neuesten Generation von straßenorientierten Enduro-Reifen ausgeliefert.
Auf der Super Tenere kommt der Tourance EXP in den Dimensionen 110/80 R19 M/C TL 59V (C) am Vorderrad und 150/70 R17 M/C TL 69V (C) am Hinterrad zum Einsatz. Die Spezifikation “C” des bewährten “EXP” besitzt an Vorder- und Hinterrad eine verstärkte Reifenstruktur und sorgt damit für ein zusätzliches Plus an Fahrstabilität bei der neuen, großen Yamaha-Enduro.
Noch nicht auf dem Markt, aber schon für einen guten Zweck unterwegs: Yamaha hat sich für die Vorstellung der neuen Super Tenere 1200 einiges einfallen lassen. Nach einer Journalistenfahrt in mehreren Etappe von Paris über Toulouse, Barcelona nach Lissabon sind zur Zeit fünf der neuen japanischen Großenduros in das marokkanische Marrakesch unterwegs.
Neue Yamaha Super Tenere: auf dem Weg nach Marrakesch
Gefahren werden die Maschinen von sieben Fahrern aus sieben europäischen Ländern, die sich für dieses Abenteuer online bewerben und durchsetzen konnten: von Lissabon nach Süden, über die Straße von Gibraltar, rauf auf den afrikanischen Kontinent und runter nach Marrakesch.
Die sieben Glücklichen überführen die fünf Maschinen, um sie dort an Riders for Health zu übergeben; die Organisation will sie als “Flagship-Fahrzeuge” in den Einsatzländern der Organisation Gambia, Nigeria, Kenia, Tansania, Zimbabwe und Lesotho verwenden.
Seit Anfang der Neunziger Jahre bringt Riders for Health afrikanischen Hebammen, Gesundheitsberatern, Ärzten und Krankenschwestern das Motorradfahren bei, sorgt für den Unterhalt von Fahrzeugflotten und überbrückt damit die tödliche Lücke zwischen Not vor Ort und wirkungsvoller Hilfe – – alles mit dem Ziel, Wissen und Impfstoffe auch in noch so entlegene Weiler zu bringen.
„Alles fing damit an, dass mein Mann Barry und ich 1988 für Save The Children nach Somalia fuhren“, erinnert sich Riders-Chefin Andrea Coleman. Mit von der Partie war auch Randy Mamola, in den Achtzigern einer der festen Größen der 500-Kubik-Motorrad-Weltmeisterschaften.
Andrea sagt: „Randy, Barry und ich waren geschockt. In den Städten gab es Krankenschwestern und die notwendigen Medikamente. Aber weit draußen, in den Dörfern, da gab es nichts. Weil keine Straße hinführte oder die teuren 4×4-Jeeps wegen mangelnder Pflege oder einem fehlenden Ersatzteil nicht mehr fuhren. Die Health Worker gingen teilweise zu Fuß.“ Die Lösung lag auf der Hand: kleine, wartungsarme Motorräder.
Inzwischen hält die Riders-Crews über 1300 Fahrzeuge am Laufen und erschließen damit einen riesigen Aktionsradius: Ein typischer Health Worker fährt etwa 1000 Kilometer pro Monat und versorgt so bis zu 20.000 Menschen. „Damit erreichen wir in der Praxis 11 Millionen Menschen, die sonst hilflos auf sich selbst gestellt wären“, rechnet die Riders-Chefin vor. „Das klappt deshalb, weil wir uns auf unsere Kernkompetenz beschränken, nämlich die effektive Transport-Logistik mit Motorrädern.”
Den Wert der Riders-Arbeit haben inzwischen auch die Regierungen vor Ort erkannt. In Gambia etwa lässt das Gesundheitsministerium den gesamten Fahrzeugpark durch Riders warten. Auch dort sprechen die Fakten eine deutliche Sprache: Die Zahl der vollständig geimpften Kleinkinder ist in den westafrikanischen Land von rund 60 auf über 75 Prozent gestiegen.
In Zimbabwe sind in einem von Riders-Fahrern betreuten Distrikt die Malaria-Fälle um ein Viertel gefallen – in einem unversorgten Nachbardistrikt wurde im gleichen Zeitraum ein Anstieg von 44 Prozent verzeichnet.
In England ist die Unterstützung von Riders für Bikers inzwischen Ehrensache. Auch Ewan McGregor trug bei seinem epischen „Long Way Round“-Trip um die Welt einen weit sichtbaren Aufnäher am Arm – den von Riders for Health.
„Ewan sagte, unser Patch erinnerte ihn bei allem dem Spaß, den er unterwegs hatte, immer daran, wie sinnvoll ein richtig eingesetztes Motorrad sein kann“, sagt sich Andrea Coleman und lächelt. „Er sei super stolz, für Riders zu fahren.“
PS: Die Yamaha Super Tenere wird auch mit den Metzeler TOURANCE EXP, der neuesten Generation von straßenorientierten Enduro-Reifen ausgeliefert.
Auf der Super Tenere kommt der Tourance EXP in den Dimensionen 110/80 R19 M/C TL 59V (C) am Vorderrad und 150/70 R17 M/C TL 69V (C) am Hinterrad zum Einsatz. Die Spezifikation “C” des bewährten “EXP” besitzt an Vorder- und Hinterrad eine verstärkte Reifenstruktur und sorgt damit für ein zusätzliches Plus an Fahrstabilität bei der neuen, großen Yamaha-Enduro.
PPS: Hier ein kleiner Video mit Eindrücken von der Überführungsfahrt nach Marrakesch.
Der nächste Messetermin steht bevor: die Motorräder Dortmund 2010findet vom 4.-7. März in den Westfalenhallen in Dortmund statt. Die Veranstalter versprechen die Anwesenheit aller wichtigen Hersteller, 400 Aussteller insgesamt auf einer Ausstellungsfläche von 40.000 Quadratmetern; besonders stolz sind sie darauf, dass auch die japanischen Hersteller, die auf der Mailänder Messe zum Beispiel nicht vertreten waren und die Marke Victory anwesend sein werden. Außer den Zweirädern selbst gibt es natürlich jede Menge Zubehör. Weitere Themenschwerpunkte:elektrisch angetriebene Zweiräder, Klassikerschau, Gebrauchtmaschinenausstellung und Gebrauchtteilemarkt, exklusive Umbauten und Sportmaschinen. Ein weiterer Bereich ist den Reise- und Touringfreunden gewidmet. Hier wird es auch ein Bühnenprogramm und eine Sonderschau mit Expeditionsmodellen geben. Der Messe-Blogkündigt ganz stolz die Präsentation der viel erwartetenSuper Tenere von Yamahaam Messe-Donnerstag um 10:00 an. Ein Muss für „Yamaha-Fans, Abenteurer, Offroader und Touring-Experten“.
Klingt doch alles sehr vielversprechend, oder? Viele Gründe, um sich auf nach Dortmund zu machen … nicht, dass, die Tatsache, dass wir von Metzeler vertreten sein werden als Messe-Anziehungspunkt nicht ausreichen würde…
Also, bis dann!
Nein, wir übertreiben nicht! Diese neue unglaubliche Errungenschaft ist allerdings nicht einzig und allein der Verdienst unserer Reifen, sondern der eines Zusammenspiels von Reifen, Fahrer und Motorrad, ein Team, dass die Perfektion zum Standard gemacht hat. Wir haben die Reifen geliefert, John Ryan und seine Yamaha den Rest!
Ich habe Wert auf diese emotionale Einführung gelegt, um euch von der unglaublichen Leistung zu erzählen, die dieser Mann vor weniger Zeit erbracht hat. Einer dieser unbekannteren Weltrekorde, die aber genauso wichtig sind wie diejenigen, die eine größere Medienpräsenz aufweisen.
John Ryan hat mit seiner Yamaha FJR 1300 aus dem Jahr 2005, bereift mit den Metzeler Z6 Interactsport-touring ganz Nordamerika in 5191 Minuten durchquert. Oder, wenn ihr wollt, in 86 Stunden und 31 Minuten.
Der ausgewählte Startpunkt war Prudhoe Bay an der Nordküste von Alaska; das Ziel dagegen war Key West in Florida. 5645 Meilen hat er in einer Zeit zurückgelegt, die um 9,5 Stunden kürzer ist als die des vorigen Rekords.
Wenn ihr aber denkt, dass Ryans Unternehmen ein reiner Spaß war, werft einen Blick auf das Foto; dann versteht ihr, was für eine körperliche Anstrengung diese „Spaßtour“ für Ryan bedeutet hat und was sie von seinem Fahrzeug abverlangt hat.
Bevor Ryan es schließlich geschafft hat, sein Unternehmen durchzuführen, hat er aufgrund der vielen Probleme, die in Extremsituationen leicht auftreten können, drei vergebliche Startversuche hinter sich bringen müssen. Beim ersten Versuch war es der Schnee, der den Piloten daran gehindert hat, den Startpunkt zu erreichen. Beim zweiten Versuch ist ein Reifen kaputt gegangen, weil Ryan gegen einen Felsen gekommen ist. Beim dritten Versuch war es dagegen die Ölwanne, die den äußerst schlechten Straßenbedingungen nicht Stand halten konnte. Schließlich ist es Ryan dann doch gelungen, seine Reise mit seiner vor Ort von den Mechanikern geflickten Yamaha zu beginnen, die ihn für 1200 Meilen durch Regen geführt hat, 400 Meilen durch Schlamm und ihn zusätzliche 120 Meilen hat zurücklegen lassen, da er sich verfahren hatte und dadurch „von der Route abgekommen“ war. Das sind seine Worte: „Ich hätte es besser machen können, wenn ich daran denke, dass ich für drei Stunden nicht weiter gekommen bin. An der kanadischen Grenze haben sie mich für eineinhalb Stunden festgehalten. Und dann habe ich mich im Staat Tennessee von der eigentlichen Reiseroute entfernt, weil ich mich verfahren habe. Das Motorrad und die Reifen waren mehr als fantastisch! Sie haben nicht nur die gesamte Strecke zurückgelegt, sondern haben es mir auch ermöglicht, die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Außerdem mussten die Reifen durch den vergrößerten Tank ein größeres Gewicht aushalten. Auf der Strecke haben mir über 100 Leute geholfen, und ich bin ihnen, Metzeler und Yamaha etwas schuldig.
Und wir von Metzeler können nur dankbar und stolz sein, zum unglaublichen Unternehmen von John beigetragen zu haben!